Freitag, 31. August 2007

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Freitag, 17. August 2007

Mark Medlock-aktueller DSDS Gewinner

Über Mark

Wenn man einen Wettbewerb von Anfang an derart souverän beherrscht wie Mark Medlock die vierte Staffel der RTL-Erfolgsshow „Deutschland sucht den Superstar“, muss man Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, die weit über das gewöhnliche Maß hinaus gehen. Zur Erinnerung: Der 28-jährige
Frankfurter hatte nicht nur in allen DSDS-„Mottoshows“ unangefochten den ersten Platz im ständig kleiner werdenden Teilnehmerfeld belegt, im Final-Telefonvoting am 5. Mai 2007 gaben ihm mehr als Dreiviertel (!) aller Anrufer ihre Stimme. Eine Favoritenrolle, die der Sänger selbst während des Konkurrenzkampfs allerdings kaum wahrnahm. „Bis kurz vor Ende habe ich mich so darauf konzentriert, meinen Job zu machen, dass mir das nicht bewusst war“, erinnert sich Mark. „Wenn man da so mittendrin ist, hat man das nicht so im Kopf, sondern will nur einen möglichst guten Auftritt hinlegen.“ Ein Vorhaben, das ihm ganz offensichtlich ohne Ausnahme glänzend gelang.

Eine plausible Erklärung für seinen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, in dessen Verlauf er sich zunächst unter rund 30.000 Bewerbern einen Platz unter den zehn besten Sängerinnen und Sängern Deutschlands erkämpfen musste, hat der Hesse allerdings mittlerweile parat. „Ich bin mir sicher, dass den Leute meine ehrliche Art, mein offenes Auftreten und mein verrücktes Aussehen gefällt“, erklärt er. Dass der Sohn des aus Georgia stammenden Afroamerikaners Lauria Medlock und seiner deutschen Ehefrau Monika (beide mittlerweile verstorben) allerdings weit mehr zu bieten hat als gelebte Außenseiter-Authentizität, crazy Outfit-Ideen und kecke Sprüche, zeigte er bereits bei den ersten Castings. Mit einer Stimme, mit denen er den Songs seiner Idole Barry White, Marvin Gaye und Lionel Richie Ehre nicht nur jederzeit gerecht wurde sondern den legendären Soulklassikern überdies neues Leben einhauchte, überzeugte und fesselte er sowohl die DSDS-Jury Dieter Bohlen, Heinz Henn und Anja Lukaseder als auch Millionen von Fernsehzuschauern.

Auf den Gedanken, an dem bundesweiten Sänger-Wettstreit teilzunehmen, war Mark Medlock angesichts seiner prekären wirtschaftlichen Situation gekommen, in der sich der Hartz-IV-Empfänger im DSDS-Bewerbungszeitraum befand. Seit dem Ende seiner Schulzeit, die er 1990 abgebrochen hatte, um seine erkrankte Mutter zu pflegen, hatte er sich mit Gelegenheitsjobs als Kranken- und Altenpfleger, in Gärtnereien, Hotelküchen und bei der Müllabfuhr finanziell über Wasser gehalten. Im vergangenen Jahr war allerdings ein Level an Hoffnungslosigkeit erreicht, dass ihn alle Bedenken, an einem Casting zu „Deutschland sucht den Superstar“ teilzunehmen, vergessen ließ. Freunde und Bekannte, die um sein gesangliches Ausnahme-Talent wussten, ermutigten ihn, die offensichtliche Befähigung für eine Teilnahme zu nutzen - zunächst verfolgte er die letztjährige dritte Staffel der RTL-Show allerdings lediglich am Fernseher. Trotz seiner 28 Jahre, die ihn im Teilnehmerfeld zu einem der Ältesten machten (Final-Konkurrent Martin Stosch war z.B. zwölf Jahre jünger), hätte eine Mitwirkung in einer der früheren DSDS-Ausgaben nach Marks Dafürhalten allerdings nur wenig Sinn gemacht. „In diesem Jahr war das Motto für mich: ‚Jetzt oder nie’. Wenn der Löffel erst in den Keller gefallen ist, hat man auch diesen gewissen Kick, den man braucht, so eine Sache durchzuziehen“, sagt der Frankfurter heute. Gesagt, getan.

Trotz seines selbstbewusst-lockeren Auftretens, von dem sich „andere eine Scheibe abschneiden könnten“ (Mark), verspürte der Sänger dann allerdings doch Angst, Juror Dieter Bohlen gegenüber zu treten. Die Begegnung mit dem Pop-Titan sollte jedoch für beide zu einem unvergesslichen Moment werden. „Ich war ja schon immer scharf drauf, den Typen kennen zu lernen“, gibt der DSDS-Sieger unumwunden zu. „Und ich muss sagen: Dieter ist charakterlich einfach obergeil und ich habe sehr großen Respekt vor ihm und vor dem, was er in seinem Leben erreicht hat.“

Auch für den Erfolgs-Produzent, -Songwriter und –Musiker Bohlen, der in seiner über 25-jährigen Karriere so manches Talent erlebt hatte, war sofort klar, dass er mit Mark Medlock eine absolute Ausnahmeerscheinung vor sich hatte. „Dieser Wahnsinn“, erinnert sich der DSDS-Juror, „der kam da rein, wirklich schon völlig am Boden. Halbfarbiger, und sagte in der ersten Sendung: Ich bin schwul. Da hab ich so gedacht, ey, willst du unbedingt jetzt gleich alle Menschen gegen dich haben?“ Doch genau der umgekehrte Effekt sollte sich einstellen: Die Zuschauer schlossen den hessischen Underdog mit der tiefschwarzen Stimme und dem losen Mundwerk in ihr Herz und kürten ihn zu Deutschland neuem Superstar.

Nachdem sein Beitrag zum „Power Of Love“-Album der DSDS Top 10 (= die zehn Finalisten des Wettbewerbs: Francisca Urio, Lisa Bund, Julia Falke, Jonathan und Thomas Enns, Max Buskohl, Lauren Talbot, Laura Martin, Martin Stosch und natürlich Medlock), die Coverversion des Lionel-Richie-Song „Endless Love“ unüberhörbar zu den Highlights des Media-Control-Top-3-Longplayers gezählt hatte, erschien mit „Now Or Never“ am 11. Mai endlich Marks Solo-Debütsingle. Geschrieben und produziert wurde die großartige Ballade von Dieter Bohlen, der in der Vergangenheit bereits die DSDS-Teilnehmer Alexander Klaws und Daniel Küblböck mit Nummer-Eins-Hits („Take Me Tonight“, „Free Like The Wind“ und „You Drive Me Crazy“) ausgestattet hatte. Bohlen, mit über 160 Millionen verkauften Tonträgern einer der erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten aller Zeiten, ließ es sich nicht nehmen, selbst mit dem Sänger zu arbeiten – dem er eine große Zukunft prophezeit: „Da passt alles. Ein absoluter Glücksfall.“

Auch Mark selbst geht – wie zahlreiche fachkompetente Beobachter auch - von einer langfristigen Verweildauer in den oberen Chart-Regionen aus. Sein Rezept: „Man muss ganz einfach bleiben, wie man ist. Man muss an seine Träume glauben. Ich freue mich, dass ich diese Chance habe und werde sie nutzen.“ Dabei gilt sein einziges Interesse der musikalischen Qualität, die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen klammert er ganz bewusst aus. „Man darf nicht abheben und zuerst aufs Konto schauen. Was zählt, ist die Musik. Und man darf nicht vergessen, wo man herkommt und wie man vor dem Sieg gelebt hat.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass er die neuen Annehmlichkeiten nicht zu schätzen wüsste. „Es ist zwar sehr ungewohnt für mich aber auch toll, wenn sich so viele Menschen darum kümmern, dass es mir gut geht. Wenn jemand dafür sorgt, dass ich in Luxus-Hotels wohne, zu Essen bekomme und durch die Gegend chauffiert werde“, berichtet er. „Es ist aber auch klar, dass ich jetzt nicht in einer Holzhütte wohnen kann – ich geb’ mir halt das volle Programm und genieße die Zeit. Da kann man dann auch gut mit dem Stress fertig werden, der jetzt natürlich herrscht.“ Keine Frage: Das volle Programm bedeutet neben Hotelsuiten und Limosinen-Service in den Wochen nach dem Triumph natürlich Interviews für Presse, im Radio und im Fernsehen geben, Videos drehen, Fotos machen, Autogramme schreiben und – das erste eigene Album aufnehmen.
Wie bereits die Single „Now Or Never“ entstehen auch die Songs des (noch unbetitelten) Medlock-Erstlings in enger Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen. Die musikalische Ausrichtung ist schnell umrissen: Schlicht und einfach „Mark-Style“ lautet für den DSDS-Sieger die offizielle Genre-Zuordung. „Das Album wird natürlich soulige Songs enthalten, geprägt von meiner tiefen Stimme“, erklärt er, „und auch wenn musikalisch von allem ein bisschen enthalten sein wird, steht Mark doch immer an erster Stelle.“ Wer auf eine textliche Verarbeitung seiner widrigen Vergangenheit in eigenen Worten hofft, muss sich allerdings noch ein wenig gedulden – zunächst möchte Medlock mit den Abläufen professioneller Studioarbeit vertraut werden und die Arbeitsweise erfolgreichen Songwriting und Produzierens kennen lernen. Und bei wem könnte er dies besser als beim erfolgreichsten Pop-Produzenten unserer Tage: Dieter Bohlen.








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Metallica
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Metallica
Gründung Oktober 1981
Genre Heavy Metal, ursprünglich Thrash Metal, später mit Einflüssen aus Hardrock und Blues
Gründungsmitglieder
Gesang, Rhythmusgitarre James Hetfield
Schlagzeug Lars Ulrich
Aktuelle Besetzung
Gesang, Rhythmusgitarre James Hetfield
Leadgitarre Kirk Hammett (seit 1983)
E-Bass Robert Trujillo (seit 2003)
Schlagzeug Lars Ulrich
Ehemalige Mitglieder
E-Bass Ron McGovney (1981–1982)
E-Bass Cliff Burton (1982–†1986)
E-Bass Jason Newsted (1986–2001)
Rhythmusgitarre Jeff Warner (1981–1982)
Leadgitarre Lloyd Grant (1981–1982)
Leadgitarre Dave Mustaine (1982–1983)

Metallica ist eine US-amerikanische Metal- und Thrash Metal-Band, die 1981 in San Francisco gegründet wurde. Metallica gehört seit Beginn der 1990er Jahre zu den international erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

* 1 Bandgeschichte
o 1.1 1981–1983: die Anfänge
o 1.2 1983–1986: Die „klassische Ära“
o 1.3 1986–2001
o 1.4 Seit 2001
* 2 20-jähriges Bühnenjubiläum
* 3 Gastspieler
* 4 Fakten
* 5 Metallica und die Musiktauschbörse Napster
* 6 Trivia
* 7 Diskografie
o 7.1 Studioalben
o 7.2 Konzertalben, Kompilationen und Box-Sets
o 7.3 Singles, EPs und Demos
* 8 Videos und DVDs
* 9 Kinofilm
* 10 Bücher
* 11 Literatur
* 12 Weblinks
* 13 Quellen

Bandgeschichte

1981–1983: die Anfänge

Metallica wurde offiziell am 28. Oktober 1981 in Los Angeles, Kalifornien durch den Rhythmusgitarristen und Sänger James Hetfield und den Schlagzeuger und ehemaligen Nachwuchs-Tennisspieler Lars Ulrich gegründet. Unabhängige Gesuche in einer Lokalzeitschrift namens „The Recycler“ führten zu diesem Zusammenschluss.
James Hetfield live im Jahre 2004
James Hetfield live im Jahre 2004

Die Band erhielt ihren Namen, als Schlagzeuger Ulrich seinem Bekannten Ron Quintana dabei half, einen Namen für dessen neu geplantes Metal-Fanzine zu finden. Ron Quintana gab Lars Ulrich eine Liste mit verschiedenen Namen für das Magazin. Ulrich gefiel ein Name auf der Liste am besten: Metallica. Deshalb redete er diesen Namen bei Quintana schlecht. Das Magazin wurde später unter dem Namen Metal-Militia bekannt. Es ist aber inzwischen wieder eingestellt.

Zur gleichen Zeit machten Hetfield und Ulrich Bekanntschaft mit Brian Slagel. Dieser gab ein Magazin namens New Heavy Metal Review heraus und hatte mit Metal Blade Records soeben eine eigene Plattenfirma gegründet. Als deren erste Veröffentlichung war ein Sampler mit Bands aus Los Angeles geplant, und auch Metallica sollten dazu einen Beitrag leisten. Das scheiterte jedoch beinahe daran, dass es sich bei der Band immer noch um ein Duo handelte. So nahmen Ulrich und Hetfield fast im Alleingang ein Demoband auf, welches neben den Cover-Versionen „Let It Loose“ von Savage und „Killing Time“ von Sweet Savage auch die erste Eigenkomposition, Hit the Lights, enthielt. Lloyd Grant spielte zunächst die Gitarrensoli ein, diese wurden durch Dave Mustaine (später Frontmann bei Megadeth) ergänzt. Im Frühjahr 1982 wurde die Band durch Ron McGovney am Bass komplettiert.

Die Wege von Slagel und Metallica trennten sich bald wieder, obwohl der Band angeboten wurde, ein komplettes Album für Metal Blade einzuspielen. Die Band lehnte jedoch ab, da der Vertrieb und die Promotion im Wesentlichen auf Südkalifornien beschränkt gewesen wären.

Zunächst entwickelten sich die Dinge für Metallica nicht gut. Die Band konnte mit ihrem harten Sound in Los Angeles nicht überzeugen, da eher Bands wie Mötley Crüe oder Ratt angesagt waren. Doch die Band nahm ein zweites Demo auf, auf dem jetzt nur noch eigene Stücke enthalten waren: Eine neue Version von „Hit the Lights“ (welche dann auch auf der zweiten Pressung von „Metal Massacre 1“ zu hören ist), „The Mechanix“ (welches später als „The Four Horsemen“ auf „Kill 'em All“ veröffentlicht wurde), „Motorbreath“ und „Jump in the Fire“.

Zu dieser Zeit waren Metallica noch zu fünft, da Hetfield sich auf das Singen beschränkte. Die Rhythmus-Gitarre bediente Jeff Warner, der sich allerdings ständig mit Mustaine stritt. Da auch Warners Verhalten auf der Bühne den übrigen Bandmitgliedern missfiel, wurde er kurzerhand aus der Band geworfen. Die restlichen Vier arbeiteten im Juni 1982 an einem dritten Demo: „No Life 'Till Leather“. Es gewann auf dem Weg des damals üblichen privaten Tausch- und Kleinhandels mit Kassettenkopien enorme Popularität in der Untergrundszene der San Francisco Bay Area. Neben Neuaufnahmen von den vier Songs des Vorgänger-Demos gab es darauf drei neue Stücke zu hören: „Seek and Destroy“, Phantom Lord sowie Metal Militia. Diese Aufnahmen (von „Metal Massacre“ bis zu „No Life 'Til Leather“) sind die einzigen veröffentlichten Aufnahmen mit Mustaine an der Lead-Gitarre.

Den ersten Auftritt außerhalb von Los Angeles hatte die Band am 18. September 1982 in San Francisco. Wenige Wochen später spielten Metallica erneut in San Francisco, im Vorprogramm von Laaz Rockit. Deren Manager vermittelte ihnen weitere Gigs in der Stadt: So bekamen Metallica am 29. November ihre erste Headliner-Show außerhalb der eigenen Heimatstadt. Dieses Konzert wurde mitgeschnitten und später unter dem Titel „Metal up Your Ass“ als Live-Tape veröffentlicht. Als Vorband traten dabei Exodus auf, bei denen zu der Zeit Kirk Hammett Lead-Gitarre spielte.

Doch zunächst wurde Ende des Jahres 1982 Cliff Burton offizieller Bassist von Metallica. Auch ihn hatten Hetfield und Ulrich in San Francisco kennengelernt, bei einem Auftritt seiner Band Trauma. Um Burton für Metallica zu gewinnen, verlegte die ganze Band ihren Wohnsitz nach San Francisco. Burton war im Gegensatz zu den übrigen Bandmitgliedern ein geschulter Musiker, er belegte auf dem College einen Musiktheorie-Kurs. Er schrieb später zu großen Teilen die Instrumentalstücke „Call of Ktulu“, „Orion“.

1983–1986: Die „klassische Ära“

Klassisch wird dieser Zeitabschnitt vorwiegend von den Fans genannt, die spätere Änderungen in der Bandbesetzung und/oder dem Musikstil ablehnen.

Man feuerte nach dessen letztem Auftritt mit Metallica am 9. April 1983 Mustaine wegen seines ausgeprägten Alkoholkonsums und damit zusammenhängender Gewalttätigkeit und ersetzte ihn am 16. April 1983 durch Kirk Hammett. Obwohl Mustaine auf keinem Metallica-Album zu hören ist und kaum offiziell als Komponist aufgeführt ist, sind seine liedtexterischen Beiträge zumindest auf der Debutscheibe und auf den folgenden zwei Alben nicht zu überhören.

Das erste Metallica-Album sollte ursprünglich als „Metal Up Your Ass“ im Juli 1983 in New York aufgenommen werden. Aufgrund von Konflikten zwischen der Band und der Produktionsfirma mussten die Musiker es jedoch in „Kill 'em All“ umbenennen. Das Erstlingswerk wurde am 25. Juli 1983 veröffentlicht und war zwar kein großer finanzieller Erfolg, schuf Metallica jedoch Anerkennung in der Metal-Szene. Kill 'em All ist stark durch die harte, vom Punk beeinflusste, Spielweise und die hohe Geschwindigkeit der Stücke geprägt.

Ein Jahr später veröffentlichten Metallica die zweite Platte „Ride the Lightning“. Es wurden mehr ruhigere Passagen in die Lieder eingebaut und der brachiale Stil des Vorgängers trat etwas in den Hintergrund.
Metallica 1986 auf ihrer Damage Inc. Tour
Metallica 1986 auf ihrer Damage Inc. Tour

Nachdem sich die Kalifornier mit Ride the Lightning bereits eine große Fangemeinde geschaffen hatten, veröffentlichten sie 1986 mit Elektra Records das Album: „Master of Puppets“, welches zu den heute beliebtesten Heavy-Metal-Platten (u. a. #167 der 500 besten Alben laut Rolling Stone) zählt. Der Stil des Albums, eine Mischung aus Thrash- und Speed-Metal mit klassischen Einfluss, ist insbesondere durch das Wirken Cliff Burtons beeinflusst.

Der Bassist Clifford Lee Burton starb am 27. September 1986 in Ljungby, Schweden bei einem Unfall mit dem Tourbus auf der „Master-Of-Puppets“-Tour. Der Tourbus kam, so der offizielle Bericht, auf einer vereisten Straße ins Schleudern und stürzte auf die Seite. Burton wurde aus seiner Schlafkoje geschleudert und unter dem Bus begraben. Über den Tod von Burton kam die Band lange Jahre nicht hinweg. Burton wird bis heute in weiten Kreisen von Kollegen und Fans als „god of bass and rock and roll“ verehrt.

Dennoch suchte die Band, wegen einer bereits gebuchten weiteren Auslandstour, schon nach wenigen Wochen einen neuen Bassisten, und wurde mit Jason Newsted auch fündig. Die Anerkennung der Fans bekam Newsted, der auf der Bühne beeindruckende Präsenz zeigte und immer die Kommunikation mit dem Publikum suchte, schnell. Vor seinem Einstieg bei Metallica war er Mitglied und treibende Kraft der Speed- und Thrashkombo Flotsam And Jetsam, mit denen er 1986 den Klassiker „Doomsday for the Deceiver“ aufnahm.

1986–2001

Die Band entschloss sich wieder auf Tour zu gehen und veröffentlichte nebenbei noch die EP „Garage Days Re-Revisited“, welche Coversongs von unter anderem auch Diamond Head und Misfits beinhaltete.

Nachdem Jason vorgestellt worden war, machte sich die Band an die Arbeit zum vierten Metallica-Album: „…And Justice for All“, das im August 1988 veröffentlicht wurde. Das Album erreichte Platz 6 in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert. Aus dem Album wurden zwei Singles veröffentlicht und zu „One“ drehte Metallica den ersten Videoclip der Bandgeschichte. Nach der Veröffentlichung des Albums ging die Band wieder auf Tour.
…And Justice for All wurde auch von den Fans durchweg positiv aufgenommen und galt als gelungene Hommage an Cliff Burton, dem mehrere Songs gewidmet waren. Im Nachhinein wird allerdings des Öfteren der Sound bemängelt: Jason Newsteds Bass-Spiel sei kaum zu hören und insgesamt klänge das Album zu „kalt“.

1991 dann veröffentlichten Metallica das nach sich selbst benannte Album „Metallica“ (auch „Black Album“ genannt). Mit Bob Rock wurde auch erstmals ein Topproduzent ins Studio geholt. Während der Monsters of Rock-Tour spielten Metallica im September 1991 auch in Moskau. Angesichts des riesigen Publikums (ca. 1.000.000-1.500.000 Zuschauer) sprach Lars Ulrich vom besten Konzert, das Metallica je gegeben hatte. Im April 1992 eröffneten Metallica das Freddie Mercury Tribute Concert.
Kirk Hammett live bei einem Konzert in Prag 2004
Kirk Hammett live bei einem Konzert in Prag 2004

1993 gingen Metallica mit Guns N' Roses auf große Stadion-Tour in Nordamerika. Beide Bands waren abwechselnd Vorgruppe und Headliner, wobei Metallica die Fanscharen von Guns N' Roses überzeugte – nicht nur aufgrund zahlreicher Eskapaden von W. Axl Rose & Co. Beim Auftritt in Montreal, Kanada passierte dann ein Unglück: Während des Auftrittes geriet James Hetfield versehentlich in eine sechs Meter hohe Feuerfontäne und zog sich Verbrennungen 2. und 3. Grades im Gesicht und an den Armen zu. Während es noch unklar war, ob er überhaupt wieder Gitarre spielen können würde, setzte er schon nach wenigen Wochen die Tour fort und absolvierte den Gesangspart im Sitzen, während sein Roadie ihn an der Rhythmusgitarre vertrat.

1996 veröffentlichten Metallica das Album „Load“, und nur ein Jahr später 1997 wurde „ReLoad“ nachgereicht. Die beiden Alben sollten ursprünglich als Doppelalbum auf den Markt kommen. Die Band wollte aber möglichst schnell wieder auf Tour gehen und entschloss sich daher, zunächst „Load“ zu veröffentlichen und nach einer Tour an „ReLoad“ weiter zu arbeiten.
Der Stil, den die Gruppe auf den beiden Alben spielt, ist sehr viel mehr als Hard- bzw. Bluesrock zu bezeichnen. Die Band wurde aufgrund dieses Stilwechsels oft scharf kritisiert und vor allem die alten Fans, die den sehr schnellen Thrashmetal Metallicas mochten, wurden enttäuscht. Man warf der Band vor, zu kommerziell zu sein.

Im Jahre 1999 kam Michael Kamen auf die Idee, Metallica mit einem Orchester zusammenzuspielen lassen. Metallica einigte sich mit dem Dirigenten Kamen und gaben dann ein Konzert das auch als „S&M“ (Symphony and Metallica) bekannt ist. Es wurden dazu eine DVD und ein Album veröffentlicht.
Auch dieses Album spaltete die Fans in zwei Lager. Die einen meinten, Metallica seien nun endgültig im Kommerz angelangt, die anderen sahen S&M als gelungenen Versuch, Metal mit Klassik zu verbinden. Die kompromissbereiten Fans kritisierten wiederum die Setlist. Es seien zu viele Songs von Load und ReLoad gespielt worden und zu wenige der alten Stücke, die wegen Cliff Burtons Einfluss viel stärker klassisch beeinflusst seien.

Seit 2001

Bevor die Band 2001 erneut ins Studio ging, verließ Bassist Newsted die Band. In der ersten Stellungnahme begründete er diesen Schritt mit Rücken- und Nackenproblemen, die er sich durch seine besonders exzessive Form des Headbangens im Laufe der Jahre zugezogen habe. Später wurde jedoch aus unabhängigen Interviews mit Newsted und Hetfield deutlich, dass die Band Newsted während der Studiopause ein eigenes Bandprojekt untersagt hatte und er deshalb die Band verließ. Und diesem Auslöser vorangegangen war, so führte Newsted an, die Tatsache, dass ihm vor allem James Hetfield auch bei der Arbeit für Metallica so gut wie keine kreative Freiheit einräumte. Tatsächlich wurde Newsted in den 15 Jahren seiner Bandzugehörigkeit bei nur drei Titeln als beteiligter Komponist erwähnt: „Blackened“ (vom Album „…And Justice for All“), „Where the Wild Things Are“ („ReLoad“) und „My Friend of Misery“. Wobei Letzteres zwar auf dem schwarzen Album „Metallica“ erschien, aber von Newsted eigentlich als Instrumentalstück gedacht war.
Nach seinem Weggang veröffentlichte Newsted zunächst das strittige Projekt mit Namen Echobrain; seitdem war er unter anderem Tourbassist bei Ozzy Osbourne und festes Mitglied der kanadischen Thrash-Metal-Band Voivod.

Im Juli 2001 wurden die ohne Newsted in San Francisco auf dem Gelände des Presidio begonnenen Studioaufnahmen quasi ergebnislos abgebrochen; es hatte weitere bandinterne Querelen gegeben, und für Hetfields Alkohol- und Tablettenmissbrauch war ein Klinikaufenthalt mit Langzeittherapie unumgänglich geworden. So begannen die Aufnahmen für „St. Anger“ erst im Frühjahr 2002, in einem neuen, bandeigenen Studio, und zogen sich auch bis zum Ende des Jahres hin, da die konsultierten Therapeuten der Band – darunter der vom Management engagierte Phil Towle – ein gedrosseltes Arbeitstempo verordneten. Im Dokumentarfilm „Some Kind of Monster“ ist ein Großteil der Periode von Ende 2000 bis zum Frühsommer 2003 festgehalten, wobei neben Probeaufnahmen im Studio zahlreiche Einzel- und Gruppeninterviews tiefe Einblicke in das Seelenleben der Band (inklusive der ehemaligen Mitglieder Newsted und Mustaine) gewähren.
Robert Trujillo live bei einem Konzert in Prag 2004
Robert Trujillo live bei einem Konzert in Prag 2004

2003 kam als Ersatz für Newsted mit Robert Trujillo der vierte Bassist in der Bandgeschichte dazu. Trujillo hatte sich zuvor unter anderem bei Suicidal Tendencies und Ozzy Osbourne einen Namen gemacht.

Am 14. und 15. November 2005 leisteten Metallica sich bei zwei Konzerten in San Francisco den Spaß, noch einmal als Vorband für jemand anderen das Publikum anzuheizen. Mit den Rolling Stones hatten sie sich dazu allerdings eine der wenigen Bands ausgesucht, hinter der sie, aus reinen Altersgründen, noch zurückstehen müssen. Dies waren die beiden einzigen Auftritte im Jahr 2005.

Am 25. Januar 2006 gab es ein weiteres Konzert im Rahmen des „Sundance Film Festivals“ in den USA, bei dem Metallica einen kleinen Privatgig nach dem Festival spielten.

Im März 2006 traten Metallica erstmals in ihrer Karriere auf dem afrikanischen Kontinent auf. Die drei Konzerte fanden in den südafrikanischen Städten Centurion (Großraum Pretoria), Durban und Kapstadt statt.

Im Rahmen ihrer Tour „Escape from the studios 95 06“ trat die Band u. a. am 3. und 4. Juni 2006 zum dritten Mal beim Festival Rock am Ring/Rock im Park auf, und am 6. Juni auf der Waldbühne in Berlin. Dabei wurden zum zwanzigjährigen Jubiläum der Veröffentlichung des Albums „Master Of Puppets“ sämtliche darauf enthaltenen Stücke en suite vorgetragen. In Berlin spielten Metallica zusätzlich einen „New Song“ und gaben damit einen Vorgeschmack auf das für 2007 geplante neunte Studioalbum. Am 15. Juni gab Metallica auf dem Österreichischen Festival Novarock, der Gig wird von vielen Fans als der Beste der letzten Jahre angesehen, eine Zugabe mit Lemmy Kilmister, dem Sänger von Motörhead.

Im Februar 2007 wurde bekannt gegeben, dass für Juni/Juli 2007 eine weitere kleine Tour unter dem Namen „Sick Of The Studio '07“ geplant ist. Im Rahmen dieser Tournee sollen einige Festivals wie das „Werchter Rock Festival“ besucht und zusätzlich einzelne Metallica-Konzerte realisiert werden (u. a. Wien-Einziges Mitteleuropakonzert)

Die Aufnahmen für das neue Album laufen seit März 2007, es wird aber voraussichtlich nicht vor März 2008 veröffentlicht.

20-jähriges Bühnenjubiläum

Zu Metallicas 20-jährigem Bühnenjubiläum wurden im Mai 2003, im Rahmen der „MTV Icon: Metallica“-Veranstaltung, einige ihrer Stücke von anderen Künstlern interpretiert:

* Snoop Dogg – Sad But True
* Avril Lavigne – Fuel
* Korn – One
* Staind – Nothing Else Matters
* Limp Bizkit – Welcome Home (Sanitarium)
* Sum 41 – Medley (For Whom The Bell Tolls, Enter Sandman, Master Of Puppets)

Metallica selbst traten an diesem Abend erstmals gemeinsam mit dem neuen Bassisten Robert Trujillo vor die Öffentlichkeit. Das Quartett spielte ein Medley aus den Liedern „Hit The Lights“, „Enter Sandman“, „Blackened“, „Creeping Death“ und „Battery“, außerdem mit „Frantic“ ein erstes Stück vom wenige Wochen später erschienenen neuen Album St. Anger.

Gastspieler

* John Marshall (Rhythmusgitarre) – Hammetts Roadie übernahm Gitarrenarbeit 1986 (18x) und 1992 (18x) bei 36 Konzerten für den verletzten Hetfield. Außerdem ist er bei der Power-Metal-Band Metal Church aktiv
* Bob Rock (Bass) – Aufnahmesessions zu „St. Anger“ 2003 (Produzent vom Anfang der 90er bis 2003 und Auftritt bei einigen Live-Auftritten)
* Joey Jordison (Slipknot) – spielte beim Download-Festival 2004 folgende Songs für den aufgrund akuter Erschöpfungserscheinungen im Krankenhaus liegenden Ulrich: „For Whom The Bell Tolls“, „Creeping Death“, „Seek and Destroy“, „Sad But True“, „Wherever I May Roam“, „Last Caress“, „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandman“
* Dave Lombardo (Slayer) – spielte beim Download-Festival 2004 als Ersatz für den im Krankenhaus liegenden Ulrich: „Battery“ und „The Four Horsemen“
* Flemming Larsen (Lars Ulrichs Drumtechniker) – spielte beim Download-Festival 2004 den Song „Fade to Black“
* Lemmy Kilmister (Motörhead) – spielte (und sang) beim Novarock-Festival 2006 mit Metallica eine Coverversion des Songs „Damage Case“
* Jerry Cantrell (Alice in Chains) – unterstützte James Hetfield am Novarock-Festival 2006 gesanglich bei „Nothing Else Matters“

Fakten

Bis heute haben Metallica offiziell weit über 100 Millionen Alben verkauft, davon über 50 Millionen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Vier Alben standen an Nummer eins der Billboard Charts; keine Band verkauft mehr aus ihrem Backkatalog als Metallica. Die letzten sechs Metallica-Alben toppten in Deutschland die Charts über einen Zeitraum von 12 Jahren. Alle Metallica-Alben erreichten weltweit Multi-Platin-Status. Das meist verkaufte Album ist „Metallica“ mit über 35 Mio. verkauften Einheiten und 14 mal Platin. Das Album „St. Anger“ erreichte sofort in 30 Ländern Nummer Eins der Charts.

Metallica war die erfolgreichste Band der 90er Jahre und gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Künstlern aller Zeiten. Unzählige Tourneen mit etwa 2000 Konzerten vor dutzenden Millionen Zuschauern machen Metallica zu einem der erfolgreichsten Liveacts und zu einer der einflussreichsten Metal-Bands aller Zeiten. Der erfolgreichste Metallica-Song, die Ballade „Nothing Else Matters“ aus dem Album „Metallica“ gehört inzwischen zu den Klassikern der Rockmusik und des Metals.

Metallica hat bis heute 7 Grammys gewonnen und mehrere andere Preise, darunter der MTV-Award, der VH1-Award und der American Music Award.

Als Vorbilder gibt die Band oft Diamond Head, Black Sabbath und andere Bands der Anfang der 1980er aufkommenden New Wave of British Heavy Metal an.

Metallica und die Musiktauschbörse Napster

Metallica war eine der ersten Bands, die in der Blütezeit der Tauschbörse Napster (Anfang 2000) rechtlich gegen deren Nutzer vorgingen; die Musikgruppe sah in dem Tausch ihrer Songs eine Verletzung des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und klagte damals auch gegen drei große amerikanische Universitäten. Die Band bezog damit eindeutig Stellung gegen Napster und vergleichbare Peer-to-Peer-Angebote:
Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004
Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004

„Es kränkt uns zu wissen, dass unser Gut mehr wie eine Massenware und weniger als die Kunst, die es eigentlich ist, behandelt wird. Vom geschäftlichen Standpunkt aus ist es reine Piraterie, etwas zu nehmen, das einem nicht gehört. Der Austausch solcher Informationen, ob es Musik, Videos oder Fotos sind, ist nichts Anderes als der Handel mit gestohlenen Waren.“

– Lars Ulrich: April 2000 in [1]

Napster begann darauf ab März 2001, Benutzer und Metallica-Songs durch Aktivierung von Filtern anhand von Listen mit IP-Adressen zu sperren; im Juli zog die Band darauf ihre Copyright-Klage zurück und erklärte: „Wir hatten nie ein Problem mit dem Tausch von Musik. Unser Problem war, dass Napster uns niemals gefragt hat, ob wir an dem Geschäft teilhaben wollen.“

In einem Yahoo-Chat (2000) erklärte Ulrich, dass die Band „Napster“ ausschließlich wegen der Verbreitung ihrer Studioalben verklagt hatte. Sie wollen aber weiterhin den Tausch von selbst gemachten Live-Aufnahmen, so genannten „Bootlegs“, erlauben[2]. So rief die Band nach dem Tod des ersten Bassisten, Cliff Burton, die Fans auf, Live-Bootlegs an die Band zu senden. Aus diesem Material entstand „Cliff 'em All“, ein Live-Video aus mehr oder weniger wackeligen Aufnahmen, das Cliff zu Ehren auf dem Markt gebracht worden ist. Dies unterstützt die These, dass Metallica nie gegen einen Tausch von Livemusik war – schließlich war das „Tape-Trading“ rarer Live-Aufnahmen besonders in den 1980ern Jahren sehr beliebt in der Heavy-Metal-Szene.

Professionelle Liveaufnahmen bietet die Band seit März 2004 im Internet zum kostenpflichtigen Download an. Es stehen verschiedene Klangqualitäten und Preismodelle zur Auswahl. Die Dateien sind nicht kopiergeschützt oder verschlüsselt. Die Band bittet aber, diese Dateien nicht weiterzugegeben.

Trivia

„Ecstasy of Gold“, ein Stück aus der Filmmusik von Ennio Morricone zum Italo-Western „Zwei glorreiche Halunken“, läuft bei jedem Livekonzert vom Band, unmittelbar bevor die Bandmitglieder die Bühne betreten. Ein Großteil des Publikums bricht daher schon bei den ersten Tönen dieses Stücks, vor noch leerer Bühne, in Jubel aus. Metallica haben eine Coverversion von Ecstasy of Gold auf dem 2007 erschienenen Ennio-Morricone-Tribute-Album We all love Ennio Morricone veröffentlicht.

Das letzte Stück der Playbackmusik während der Umbaupause nach den Vorbands ist stets „It's a Long Way to the Top“ von AC/DC aus ihrem Album High Voltage.

Diskografie
Chartplatzierungen

Singles (Staatenlegende)

Harvester Of Sorrow (1988)
I: 40 | UK: 20
One (1989)
UK: 13 | US: 35
Enter Sandman (1991)
D: 9 | CH: 11 | UK: 5 | I: 20 | US: 16
The Unforgiven (1992)
D: 47 | A: 18 | UK: 15 | I: 18 | US: 35
Nothing Else Matters (1992)
D: 9 | A: 6 | CH: 5 | UK: 6 | I: 7 | US: 34
Wherever I May Roam (1992)
D: 30 | UK: 25
Sad But True (1993)
D: 42 | UK: 20
One (1994)
D: 31 | CH: 22
Until It Sleeps (1996)
D: 15 | A: 12 | CH: 22 | UK: 5 | I: 9 | US: 10
Hero Of The Day (1996)
D: 39 | A: 29 | UK: 17
Mama Said (1996)
UK: 19
The Memory Remains (1997)
D: 20 | A: 20 | CH: 30 | UK: 13 | I: 13 | US: 28
The Unforgiven II (1998)
D: 23 | UK: 15 | I: 12 | F: 89
Fuel (1998)
D: 57 | UK: 31
Turn The Page (1998)
D: 23 | A: 19
Whiskey In The Jar (1999)
D: 23 | A: 30 | UK: 29
Nothing Else Matters (Live) (mit Michael Kamen & The San Francisco Symphony Orchestra) (1999)
D: 2 | CH: 4 | I: 43
No Leaf Clover (mit Michael Kamen & The San Francisco Symphony Orchestra) (2000)
D: 40 | CH: 99 | US: 74
I Disappear ('Mission Impossible 2' Soundtrack) (2000)
D: 14 | A: 25 | CH: 20 | UK: 35 | I: 7 | F: 45 | US: 76
St. Anger (2003)
D: 15 | A: 17 | CH: 28 | UK: 9 | I: 24
Frantic (2003)
D: 21 | A: 30 | CH: 57 | UK: 16 | I: 39 | F: 59
The Unnamed Feeling (2004)
D: 24 | A: 42 | CH: 47 | I: 13 | F: 60

Alben (Staatenlegende)

Kill 'Em All (1983)
FIN: 19 | S: 28 | F: 149
Ride The Lightning (1984)
FIN: 14 | S: 22 | N: 40 | UK: 87 | F: 126 | USA: 173
Master Of Puppets (1986)
FIN: 7 | S: 14 | CH: 18 | USA: 29 | D: 31 | N: 34 | UK: 41 | F: 111
The $5.98 EP – Garage Days Re-Visited (1987)
D: 16 | UK27'
…And Justice For All (1988)
UK: 4 | D: 5 | S: 5 | USA: 6 | CH: 7 | N: 8 | FIN: 11 | A: 12 | NZ: 44 | F: 130
Metallica (1991)
D: 1 | CH: 1 | N: 1 | NZ: 1 | UK: 1 | USA: 1 | FIN: 4 | S: 4 | A: 5
Live Shit! (1994)
USA: 26 | N: 32 | UK: 56 | D: 68 | F: 149
Load (1996)
A: 1 | D: 1 | CH: 1 | F: 1 | FIN: 1 | N: 1 | NZ: 1 | S: 1 | UK: 1 | USA: 1
ReLoad (1997)
A: 1 | D: 1 | FIN: 1 | N: 1 | NZ: 1 | S: 1 | USA: 1 | AUS: 2 | CDN: 2 | DK: 2 | CH: 3 | E: 3 | F: 3 | NL: 3 | UK: 4 | B: 5 | I: 6 | J: 12
Garage Inc. (1998)
D: 1 | FIN: 1 | N: 1 | S: 1 | A: 3 | NZ: 3 | F: 9 | CH: 10 | UK: 29
S&M (1999)
D: 1 | N: 1 | S: 1 | FIN: 2 | USA: 2 | A: 3 | CH: 4 | F: 7 | NZ: 11 | UK: 33
St. Anger (2003)
A: 1 | CDN: 1 | D: 1 | DK: 1 | FIN: 1 | IS: 1 | MEX: 1 | N: 1 | P: 1 | PL: 1 | S: 1 | USA: 1 | YV: 1 | B: 2 | CH: 2 | E: 2 | RCH: 2 | F: 3 | H: 3 | UK: 3 | MAL: 3 | NL: 3
Some Kind Of Monster (2004)
D: 65| A: 40

Studioalben

* 1983 - Kill 'em All
* 1984 - Ride the Lightning
* 1986 - Master of Puppets
* 1988 - …And Justice for All
* 1991 - Metallica (auch bekannt als "The Black Album“)
* 1996 - Load
* 1997 - ReLoad
* 1998 - Garage Inc. (Komplettes Cover-Album, 2 CDs, enthält auch einige Metallica-Aufnahmen von B-Seiten und etc.)
* 2003 - St. Anger

Konzertalben, Kompilationen und Box-Sets

* 1981 - Bay Area Thrashers – The Early Days (Die erste bekannte Live-Aufnahme von Metallica)(auch unter dem Namen „In The Beginning….Live“ veröffentlicht)
* 1992 - Live in San Diego – Live-Aufnahme von dem Konzert in der Sports Arena, San Diego
* 1993 - Live Shit: Binge & Purge (Live Box Set)
* 1998 - Cunning Stunts – Live-Aufnahme von dem Konzert in Fort Worth aus dem Jahre 1997
* 1999 - S&M (Live aufgenommen mit dem San Francisco Symphony Orchestra, zwei CDs, enthält auch zwei nur für dieses Album neu geschriebene Stücke)

Singles, EPs und Demos

* 1981 - Metal Up Your Ass (Inoffizielles Demo-Tape und Grundlage für Bay-Area Thrashers und Kill´em All)
* 1982 - No Life Til' Leather (erstes Demo-Tape)
* 1984 - Jump In The Fire
* 1984 - Creeping Death
* 1987 - (The $5.98 EP) – Garage Days Re-Visited (Cover EP)
* 1988 - Harvester Of Sorrow
* 1988 - Eye Of The Beholder
* 1989 - One (nur in UK und US)
* 1991 - Enter Sandman
* 1991 - The Unforgiven
* 1991 - Sad But True
* 1991 - Nothing Else Matters
* 1991 - Wherever I May Roam
* 1994 - One (in Europa ohne UK)
* 1996 - Until It Sleeps
* 1996 - Hero Of The Day
* 1997 - The Memory Remains
* 1997 - Mama Said
* 1997 - Fuel
* 1997 - The Unforgiven II
* 1998 - Turn The Page
* 1998 - Whiskey In The Jar
* 1998 - Die Die My Darling
* 1999 - Nothing Else Matters (Live)
* 1999 - No Leaf Clover
* 2000 - I Disappear
* 2003 - St. Anger
* 2003 - Frantic
* 2003 - 53rd & 3rd (Vinyl only, unveröffentlicht)
* 2004 - The Unnamed Feeling
* 2004 - Some Kind Of Monster EP

* Einzelne Stücke wurden weiterhin auf Compilations und Soundtracks veröffentlicht, beispielsweise:
o 1999 Little boy, you're going to hell - South Park- der Film
o 2000 - I Disappear – Soundtrack zu „Mission: Impossible II“
o 2002 - We Did It Again – (Co-Arbeit mit Ja Rule)
o 2003 - 53rd & 3rd – (Ramones-Tributalbum „We're a Happy Family – A Tribute to Ramones“)
o 2007 - The Ecstasy Of Gold - (Ennio Morricone-Tributalbum „We All Love Ennio Morricone“)

Videos und DVDs

* 1987 - Home-Video Cliff 'em All (VHS)
* 1989 - 2 of One (VHS)
* 1992/93 - A Year and a Half in the Life of Metallica, zweiteilig (VHS)
* 1993 - Live Shit: Binge & Purge (VHS)
* 1998 - Cunning Stunts
* 2000 - S&M (2-DVD)
* 2001 - Metallica – Metallica (DVD)
* 2003 - Neu-Veröffentlichung von Live Shit: Binge & Purge (DVD)
* 2003 - St. Anger Rehearsals (Als Beilage zum Album St. Anger) (DVD)
* 2004/05 - Neu-Auflage von Cunning Stunts (DVD)
* 2005 - Some Kind of Monster (DVD)
* 2006 - The Videos (DVD)

Kinofilm

* 2004 - Some Kind of Monster später auch als DVD erschienen, dokumentiert einen Großteil der internen Bandgeschichte von Ende 2000 bis Frühsommer 2003, allerdings handelt der Film vielmehr von Beziehungen, als er eine Banddokumentation ist (vgl. oben, Bandgeschichte).

Bücher

* 1993 - Nothing Else Matters, ISBN 3854450834
* 2004 - So What!, ISBN 3453120043
* 2004 - Hit the Lights. Die Story zu ihren größten Songs, ISBN 3927638153
* 2004 - Metallica, Talking, ISBN 3896024965
* 2005 - Justice for All, Die Wahrheit über Metallica, ISBN 386543035X

Literatur

* 1993 - Jürgen Seibold: Metallica, ISBN 3552050892
* 2003 - Janko Röttgers: Mix, Burn und R.I.P. Das Ende der Musikindustrie, ISBN 3936931089
Rap
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Rap (Begriffsklärung).

Rap [ræp] ist ein Sprechgesang und Teil der Kultur des Hip-Hop. „To rap“ (dt.: klopfen, pochen, meckern oder aber R.a.P. = Rhythm and Poetry zu dt.: Rhythmus und Poesie) deutet die Art der Musik und des Sprechgesangs an. Mit dem Begriff „Rap-Musik“ bezeichnet man daher auch die Hip-Hop-Musik. Heute hat sich der Rap teilweise von seinen Wurzeln gelöst und wird auch in anderen Musikstilen eingesetzt, z. B. in Pop, Eurodance, Crossover und Nu Metal. Besonders in Bereichen unkommerzieller Rap-Musik, wie dem sogenannten Untergrund- oder Porno-Rap ist eine deutliche Abgrenzung zur ursprünglichen Hip-Hop-Musik erkennbar.

Dieser Artikel beschäftigt sich daher vor allem mit der Technik des Rappens, siehe deshalb auch die beiden Hauptartikel Hip-Hop (Subkultur) und Hip-Hop (Musik) für die Hip-Hop-Kultur und ihre Musik.
Inhaltsverzeichnis
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* 1 Geschichte des Raps
* 2 Entwicklung
* 3 Techniken
o 3.1 Reimtechniken
o 3.2 Flow Techniken
* 4 Literatur
* 5 Filmografie
* 6 Kurioses
* 7 Siehe auch
* 8 Weblinks

Geschichte des Raps

Rap entstammt ursprünglich der afro-amerikanischen Kultur, insbesondere der Tradition der Griots. Aus dem jamaikanischen Toasting entstand er etwa Ende der 1960er-Jahre in afroamerikanischen Großstadtghettos (v. a. in New York). DJs, die in Diskotheken und Clubs Platten auflegten, sagten Musikstücke an und machten Sprüche und Kommentare in einem der Jugend zugänglichen Slang. Dies taten sie zunehmend in Reimen zum Rhythmus der Musik. Dabei wurden in erster Linie Platten von bekannten Funk-Musikern gescratcht und backspinned. Beim so genannten backspin wird mit zwei Plattenspielern, auf denen die gleiche Platte liegt, ein Loop, also die Wiederholung einiger Takte erzeugt.

Die Aufgaben des DJs wurden schließlich mehr und mehr von so genannten MCs (Master of Ceremony, fälschlicherweise auch als Microphone Chief oder Microphone Checker bezeichnet oder als Verb "to move the crowd" interpretiert) übernommen. Als die Rap-Einlage dann zu einem festen Bestandteil der Musik des DJs wurde, wurden auch die Texte länger und gehaltvoller, man begann Geschichten zu rappen und auf diesem Weg seinen Ansichten und Gefühlen Ausdruck zu vermitteln. Heute ist von Außenstehenden der Begriff Rapper etabliert, während MC in den Hintergrund getreten ist.

Als erste Rap-Aufnahme wird oft King Tim (Personality Jock) von der Funk-Combo The Fatback Band erwähnt, aber auch frühe Platten der Last Poets waren ein wichtiger Grundstein für gesprochene Reime. Die ersten kommerziell erfolgreichen Stücke des Hip-Hop kreierten Grandmaster Flash And The Furious Five mit The Message (über den harten Alltag auf der Straße) oder The Sugarhill Gang mit Rapper's Delight (veröffentlicht 1979; ein reiner Partytext) in den frühen 1980ern. Später etablierten bis heute bekannte Rapper wie Run-DMC, LL Cool J (Ladies Love Cool James) oder die Beastie Boys diesen Musikstil auch außerhalb der Ghettos.

In New York etablierte sich Ende der 1970er ein Trend in den vorwiegend schwarzen Ghettos, in Abrisshäusern selbstorganisierte Partys zu feiern (sogenannte Blockpartys), da sie zu den Clubs häufig nur schwer Zugang bekamen. Auf diesen Blockpartys wurde der Rap häufig genutzt, um die Menge anzuheizen und sich selbst vor- und darzustellen.

Rap beinhaltete später stets auch politische und soziale Themen, wie sie zum Beispiel von Public Enemy immer wieder lautstark ins Bewusstsein ihrer Hörer gerückt wurden. Diese Gruppen machten sich den neuen Musikstil zunutze, um ihre Botschaften zu verbreiten und als solche empfundene Missstände anzuprangern. Der Rap erlaubt es weit mehr Textinhalt in einen Song zu packen als der meiste Gesang. Des weiteren erlangten Gang Starr, bestehend aus dem MC Guru, sowie DJ Premier, EPMD mit Erick Sermon, Geto Boys mit Willy D, Bushwick Bill und Scarface größeren Bekanntheitsgrad, auch über die USA hinaus.

Entwicklung

In den 1990er Jahren wird in den Texten des Raps das Leben in den amerikanischen Ghettos seit den 1970er Jahren wieder aufgerollt und im Kollektivgedächtnis der Schwarzen verarbeitet. Dabei handeln die Texte oft von den Problemen der Kriminalität und Drogen, manche distanzieren sich eindeutig davon, andere heißen dasselbe gut. Von den männlichen Rappern, die bei weitem in der Überzahl sind, werden dabei teilweise Fluchwörter ausgesprochen. Dies führte zu der Bezeichnung Conscious/Street Rap, die von KRS-One (the teacher) eingeführt wurde, dem damaligen Band-Leader der Boogie Down Productions und dem bis dahin unbekannten Rapper namens BurnArt, der aus seinem Block alle möglichen Geschichten erzählte, die sein Leben prägten. Viele Rapper wurden allerdings zunehmend von den Medien mit einem negativen Image versehen (siehe N.W.A. oder Tupac Shakur). Der Begriff des Gangsta Rap wurde zunehmend popularisiert.

Da sich der "toughe" und aggressive Verbrecher-Stil in der Hauptzielgruppe der Jugendlichen besser verkauft als anspruchsvollere Raptexte, sind die großen Verlagskonzerne längst auch dazu übergegangen, gezielt in dieser Straßenkriminalitätsszene nach vermarktungswürdigen "Stars" zu suchen. Hierdurch entstand ein Zerrbild des Rap, das von den Jugend-Musiksendern mit Übernahme dieser beschränkten Auswahl gezielt gefördert wird. Die Verlagskonzerne unterstützen hierbei offene Feindschaften zwischen den einzelnen Rappern (seien sie nun real oder gespielt), um ihr aggressives Image zu unterstreichen. Eine Analogie dieses Verhaltens findet sich im amerikanischen Boxsport, wo auch neben der eigentlich rein sportlichen Veranstaltung den Boxern viel Raum gelassen wird, um sich vor der Presse gegenseitig zu beschimpfen.

Durch die unterschiedliche Entwicklung der Rapmusik an der Westcoast verglichen mit der Eastcoast entstand letztendlich ein "Krieg" zwischen den beiden repräsentativen Labels Death Row Records unter der Führung von Suge Knight der Westcoast und dem Label Bad Boy Entertainment unter der Führung Puff Daddys der Eastcoast. Aber auch wegen der ständigen Behauptung der Westcoast, sie habe den Rap erfunden, gab es in den 1990er Jahren immer wieder Konfrontationen wegen angeblich zu obszöner oder politisch inkorrekten Textinhalten; Musiker wie 2 Live Crew, N.W.A. (Niggaz With Attitude), Ice-T und Ice Cube mussten sich teilweise sogar vor Gericht verteidigen. Diese Konflikte eskalierten und fanden einen tiefen Einschlag in der Rapszene, als 2Pac (Tupac Shakur) und Notorious B.I.G. 1996 und 1997 bei einem Drive-By erschossen wurden. Die Taten sind bis heute nicht aufgeklärt. Weitere Gangster-Rapper sind 50 Cent, Snoop Dogg und Dr. Dre (ehemalig N.W.A. Mitglied).

Mittlerweile ist Hip-Hop und mit ihm der amerikanische Rap zu einem weltweiten Geschäft geworden. Allerdings ist Rap nicht auf die englische Sprache beschränkt. Vor allem in Frankreich wurde der Rap als Sprachrohr über die Probleme in den Pariser Vorstädten sehr erfolgreich entwickelt. Aber auch in Großbritannien, Italien, Deutschland, Polen, Japan, Österreich, Russland und der Schweiz erfreut sich Rap immer größerer Beliebtheit.

Hauptsächlich im Hip-Hop beheimatet, wird inzwischen auch in anderen musikalischen Stilrichtungen wie Dancefloor, House, Heavy Metal und sogar in der Country-Musik die Methodik des Rap verwendet.

Techniken

Reimtechniken

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Je nach Fertigkeit und Ziel eines Liedes benutzt ein Rapper verschiedene Reimtechniken um seinen Text zu formulieren.

* Standardreim: Ein Reim gilt als Standardreim, wenn das Reimen zweier Wörter unmittelbar ersichtlich und leicht zu erkennen ist.

Haus - Applaus - Maus
Mund - rund

* Zweckreim: Ein reimendes Wort, das anscheinend nur an seiner Stelle im Text auftaucht um seine Funktion als Reim auszuführen, aber vom Sinn her nicht richtig in den Text passen will.

* Double: Immer das letzte Wort einer Zeile (mit zwei Silben) reimt sich auf das letzte Wort der folgenden Zeile, wobei immer 2 oder mehrere Zeilen ein Reimpaar bilden, bei dieser Art des Reims spielen Neologismen eine große Rolle. Der deutschsprachige Ausdruck für einen Mehrfachreim ist eigentlich reicher Reim.
* Dreifachreim, Vierfachreim etc., man spricht hier auch von Kombos.
Als Beispiel ein Fünffachreim, der zugleich ein durchgezogener Reim ist (weitere Besonderheit: der Reim umfasst die ganze Zeile):

Snap crack jewelry bling
Flat jack who he bring
Clack clack cooley ring
Bad rap cuties claim
Ascap put em in the river I'm the sushi king
(Cam'ron auf „Killa Cam“)

Klar, dass ich bei diesem Lifestyle verfluchte Neider hab
doch wir regeln das per Drive-by Besuch in deiner Stadt
(Eko Fresh auf „Deutschlands Eins“)

* Durchgezogener Reim: Ein einfacher oder mehrsilbiger Reim auf die selbe(n) Endungen, läuft durch 4, 6, 8 usw aufeinanderfolgende Zeilen.

Yo, Now I was downtown clubbin', ladies night
Seen shorty she was crazy right
And I approach baby like
Ma, What's your age and type?
She looked at me and said: you's a baby, right?
I told her: I'm 18 and live a crazy life
Plus I'll tell you what the 80's like
And I know what the ladies like
Need a man that's polite, listens and takes advice
I could be all three, plus I can lay the pipe
Come with me come stay the night
She looked at me laughin', like: boy, your game is tight
I'm laughin' back like: sure, you right
(Juelz Santana auf „Hey Ma“)

* Rekursiver Reim: Steht nach einem Double am Anfang der nächsten Zeile und reimt sich noch einmal auf die Silbe(n) des Doubles.

With the goons i spy
Stay in tune with ma
She like damn This the realest since kumbaya
Kumbaya killa kam my lord...
(Cam'ron auf „Killa Cam“)

* False Way: Eine Zeile und der Anfang der folgenden werden so gebaut, dass vom Reim und Sinn der Eindruck entsteht in der zweiten Zeile müsse am Ende ein Standardreim stehen. Stattdessen benutzt der Rapper aber ein ganz anderes Wort, das vom Sinn her auch richtig ist, sich aber nicht reimt. Eher in scherzhaft gemeinten Texten vorzufinden.

Ladies lasst euch nicht bitten
zeigt mir bitte eure Ausweise

* Tag: Das erste Reimwort wird 4-8 mal wiederholt, z. B.:

You follow me homie, listen, I subjected my ways motherfucker
To cocaine, weapons that spray, at your fucking face motherfucker
It's Santana the great motherfucker, in the place motherfucker
Stay away motherfucka
Cause I'm headed straight to the top, Motherfucka
Diplomat Taliban slash ROC motherfucka
Oh yeah, I do this for my block motherfucka
D train, Al Gator, pop motherfucka
(ibid.)

* Vorgezogener Reim: In der ersten Zeile wird das Reimwort in den ersten halben Takt gestellt, vorzugsweise dann bis zur Vollendung des Taktes eine Pause gemacht, und dann eine normale Zeile angehängt, mit dem Reimwort am Ende, z. B.:

Ich hab mehr Schotter als Bolzplätze
denn ich stapel' die Tracks sowie Kinder die Holzklötze

* Unreiner Reim
Bei dem unreinen Reim werden die jeweils am Ende stehenden Worte eines Verses zwar unterschiedlich geschrieben, hören sich aber ähnlich an. Besonders aufwendig ist diese Technik bei mehreren Wörten am Ende.

Scheiß auf Sprechgesang
dies ist Rap-shit, Mann,
Hör dir die Beats, die Flows, die Texte an
(ASD: Sneak Preview)

I rap for listeners, blunt heads, fly ladies and prisoners
Henessey holders and old school niggas, then I be dissin a
Unofficial that smoke woolie thai
I dropped out of Cooley High,
gassed up by a cokehead cutie pie
(Nas: Memory Lane)

* Punchline
Eine Punchline ist Bestandteil zahlreicher Battlerap-Texte und dient dem Rapper als Hilfsmittel, um seinen Kontrahenten möglichst imposant zu diskreditieren, z.B.:

Du hängst an der Nadel wie Christbaumschmuck
(Kollegah)

* Metapher
Kurz beschrieben ist eine Metapher ein logischer Vergleich ohne Vergleichswörter (bspw. wie oder als).

Verlier die Hoffnung nicht, denn das Leben geht weiter; wenn du was bewegst, ist nicht jeder Tag der 13. Freitag.
(Jesaja auf Ground Zero)

Flow Techniken

* Normal: Der Rapper spricht schlicht im Takt. Eine einfache und häufig gefundene Variante.
* Doubletime (auch bekannt als Halftime): Der Rapper „flowt“ doppelt so schnell, wie man die normale Geschwindigkeit ansetzen würde. Diese Technik erfordert etwas Übung, damit man weder den Takt verfehlt, noch akustisch unverständlich wird. Es gibt mittlerweile viele Rapper, die diese Technik benutzen.
* Tripletime: Die Königsdisziplin im Schnell-Rappen. Der Rapper „flowt“ dreimal so schnell, wie man die normale Geschwindigkeit ansetzen würde. Wird immer wichtiger bzw. häufiger.
* Gesang: Der Rapper flowt (teilweise auch schnell) seinen Text, wobei er mit seiner Stimmlage eine Melodie abläuft. Unterscheidet sich zum normalen Singen dadurch, dass der Gesang beim „flown“ meistens schneller ist, dafür die Melodie wenig kompliziert ist. Findet sich oft in Hooklines (kurz Hook).
* Old-School: Einer der speziellsten Stile, da eine Funky-ryhme-Technik beherrscht werden muss.

Literatur

* Arbeitstexte für den Unterricht: Rap-Texte, Reclam Verlag, ISBN 315015050-7 — enthält neben einer Sammlung von Hip-Hop- und Rap-Texten eine ausführliche Darstellung der Geschichte und der Hauptstilelemente (s. o.) des Hip-Hop.
* Juice Magazin Erscheint Monatlich. Mit CD. Größtes Deutsches Hip-Hop-Magazin.
* Backspin Erscheint Monatlich. Nummer zwei unter den deutschsprachigen Hip-Hop Magazinen.
* Bravo HipHop Erscheint alle 2 Monate, berichtet häufiger über die kommerziellen Rapper.
* The Wu-Tang Manual, verfasst von The RZA, veröffentlicht von Plexus Publishing Limited, ISBN-10:0859653676;

Filmografie

Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Filme zum Thema Rap ist 8 Mile (2003) mit Eminem; ältere Filme, die die noch vom Battle entfernte ursprüngliche Stimmung des amerikanischen Hip-Hop einfangen, sind Beat Street (1984), Breakin' (1984), Style Wars (1983) oder Wild Style! (1982). Die Hollywood-Produktion Save the Last Dance aus dem Jahr 2000 hatte fast nur in den USA Erfolg. Auch das Producer-Werk Stomp the Yard (2006) konnte nur regen Erfolg verzeichnen.

2005 entstanden auch die Filme Hustle & Flow mit Terrence Howard und Get Rich or Die Tryin' mit 50 Cent in der Hauptrolle, neben - wiederum - Terrence Howard. Ersterer handelt von einem Zuhälter, der es mit Mitte 30 nochmal im Musikbusiness versuchen will. Get Rich or Die Tryin' ist eine mehr oder minder authenthische Auto-Biografie von 50 Cent.

Als erster deutscher Kinofilm, der sich mit dem Thema Hip-Hop beschäftigt, konnte der Film „Status Yo!“ von Regisseur Til Hastreiter im November 2004 Premiere feiern. Sowohl Kritiker als auch Hip-Hop-Fans würdigten den Film als Meilenstein der deutschen Hip-Hop-Kultur.

Kurioses

Ein Song mit Namen „The Rapper“ von Donnie Iris wurde 1977 im Pop-Stil veröffentlicht (ohne Rap-Gesang!).

Siehe auch

* Hip-Hop-Jargon
* East Coast vs. West Coast
* Slim & Slam